Sonntag, 19. Juli 2026
um 11 Uhr
19. Juli –
11. Oktober 2026
Zur Ausstellung
Mit Obert Jongwe präsentiert die Bettendorffsche Galerie einen Künstler, dessen Werk von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Spannungsfeldern unserer Zeit geprägt ist. In seinen Bildern begegnen sich Tradition und Moderne, ländliche Prägung und urbane Einflüsse, Erinnerung und fortwährende Transformation.
Mit nahezu instinktiver Sicherheit – bisweilen sogar mit geschlossenen Augen – trägt Jongwe seine charakteristischen Strukturen auf und verleiht seinen Motiven eine spürbare Energie, eine eigene Aura.
Aus dem Pressetext der GalerieGeboren 1980 in Mount Darwin im Norden Simbabwes, fand Jongwe bereits früh über schulische Aufgaben zur Kunst. Was zunächst als zeichnerisches Erkunden begann, entwickelte sich rasch zu einer tief empfundenen Berufung. Seine frühen Arbeiten zeichnen sich durch leuchtende Farbigkeit und eine kraftvolle Formensprache aus. Sie zeigen Szenen des alltäglichen Lebens in Simbabwe und dem südlichen Afrika und fanden schnell Eingang in private Sammlungen.
Einen entscheidenden Wendepunkt markiert das Jahr 2013: Nach einem einjährigen Sabbatical kehrte Jongwe mit einem erweiterten künstlerischen Ansatz zurück. Seither widmet er sich verstärkt den komplexen Fragen von Identität, Ort und Wandel. Seine Kompositionen spiegeln eine Welt im Übergang – geprägt von der Ambivalenz zwischen traditionellen, ländlichen Wurzeln und einer zunehmend westlich geprägten Gegenwart.
Charakteristisch für sein Werk ist die unverwechselbare, gekratzte Oberfläche seiner Gemälde. Mit nahezu instinktiver Sicherheit – bisweilen sogar mit geschlossenen Augen – trägt er diese Strukturen auf und verleiht seinen Motiven eine spürbare Energie, eine eigene Aura.
Seit 2004 werden Jongwes Arbeiten in bedeutenden Galerien auf dem afrikanischen Kontinent gezeigt, darunter auch in der Nationalgalerie von Simbabwe. Seine Werke sind heute Teil zahlreicher Sammlungen zeitgenössischer Kunst.
Eine fünfmonatige Reise durch die Vereinigten Staaten im Jahr 2023 eröffnete ihm neue Perspektiven und hinterließ deutliche Spuren in seinem Schaffen. Die daraus hervorgegangenen Arbeiten, die in der Bettendorffschen Galerie zu sehen sind, zeichnen sich durch eine vertiefte erzählerische Ebene und eine erweiterte Bildsprache aus.
Ausgewählte Werke