Eine Bildhauerfamilie · Simbabwe
Im Porträt
Agnes Nyanhongo (geb. 1960) gehört zu den wenigen Frauen in der von Männern dominierten Shona-Art-Bewegung – und gilt als eine der anerkanntesten Bildhauerinnen ihres Kontinents. Sie stammt aus der berühmten Bildhauerfamilie Nyanhongo und arbeitet mit den härtesten Steinen.
Ihre Arbeit ist geprägt von Frieden, Ruhe und innerer Würde – die Ablehnung von Gewalt ist für sie von zentraler Bedeutung.
Über Agnes NyanhongoAls Kind half sie ihrem Vater Claud Nyanhongo beim Polieren seiner Skulpturen. Aus dieser frühen Nähe zum Material erwuchs die Sensibilität, mit der sie ihre Themen ausdrückt: die Rolle der Frau in der traditionellen Gesellschaft, das Miteinander der Familie, Frieden, Ruhe und innere Würde.
Auch ihr Bruder Brian Nyanhongo (geb. 1968) wurde vom Vater früh an die Bildhauerei herangeführt. Beide begreifen die Shona-Traditionen und indigenen Mythen als lebendiges Erbe, das sie an kommende Generationen weitergeben möchten – unter anderem in Bildhauerworkshops im Schwetzinger Schlossgarten.
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