Header image

 

Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst

 

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_dashed_line.gif

  

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_dashed_line.gif

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif

 
 
Übersicht bis 2009
 
 

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif
 

Wappen

DER SAMMLER FREDDY FREIHERR VON BETTENDORFF ESCORSELL
AFRIKANISCHE KUNST JENSEITS
VON FOLKLORE

Wer hierzulande Kunsthistoriker und große Galeristen nach zeitgenössischer afrikanischer Kunst fragt, erhält in vielen Fällen ein Schulterzucken als Antwort. Man ist schnell mit Begriffen wie „Folklore" und „Holzmasken" bei der Hand, darüber hinaus kommt wenig. Freddy Freiherr von Bettendorff Escorsell setzt diesem Unwissen ein konkretes Engagement entgegen. Der in Nußloch bei Heidelberg lebende Rotarier (2006/07 Präsident des R.C. Schwetzingen-Kurpfalz, 2002/2003 Präsident des R.C. Schwetzingen-Walldorf) hat in einem von seinen Urahnen in Gauangelloch errichteten Wasserschlösschen eine Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst eingerichtet.
Bei einem Besuch der EXPO 1992 in Sevilla faszinierten ihn die dort ausgestellten Steinskulpturen aus Simbabwe. Die Idee, solche Arbeiten in Gauangelloch zu präsentieren, nahm schnell Gestalt an. Mit Unterstützung engagierter Experten kam es schon 1993 zur Eröffnung der Galerie. Der Skulpturenpark mit Shona-Plastiken gehört inzwischen zu den weltweit größten Sammlungen dieser Kunstform.

 

 

Fotos: Christoph Blüthner

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif


 

file:///C%7C/Programme/Macromedia/Dreamweaver%208/Configuration/BuiltIn/StarterPages/mm_spacer.gif

 

Ohne in der Steinbildhauerei verwurzelt zu sein und ohne akademisch- künstlerische Ausbildung begannen in den 196oer-Jahren künstlerisch veranlagte Landarbeiter in Simbabwe mit der Bearbeitung des im Land vorkommenden Serpentingesteins. Sie schlossen sich unter der Leitung des ehemaligen Farmers Tom Blomefield und des Direktors der Nationalgalerie in Harare zu Workshops zusammen. Es entwickelte sich eine Kunstrichtung, die heute als Shona-Plastik bekannt ist. Sie hat inzwischen drei Generationen her­ vorgebracht und internationale Anerkennung gefunden. Sammler bezahlen für die Arbeiten von Künstlern wie Henry Munyaradzi oder Bernard Matemera bis zu 40.000 Euro. Nur in Ausnahmen ist es möglich, den Arbeiten eine bestimmte Botschaft zuzuschreiben. Sie stellen oft mütterliche Antlitze dar. Tierkörper wie Raubkatzen oder Paviane beziehen sich auf die Mythologie der Shona und symbolisieren Buschgeister oder herbeigesehnte Attribute wie Macht oder Güte.
„Wir arbeiten ohne Plan. Die Form ist vom Stein vorherbestimmt, sie kommt aus ihm heraus." So zitierte die Zeitschrift art einen Shona-Künstler der ersten Generation. Nur selten werden konkrete gesellschaftliche oder politische Erfahrungen verarbeitet. Zu diesen Ausnahmen zählt die auf der Terrasse des Wasserschlösschens in Gauangelloch stehende Skulptur „Living with the virus" von Joseph Muzondo, die die Aids- Epidemie in Afrika thematisiert.
Natürlich verfolgen Freddy von Bettendorff und sein Galerieteam über das reine Sammeln hinaus noch ein spezielles Ziel: „Wir wollen Hilfestellung leisten, wo es darum geht, afrikanische Kunst aus den Völkerkundemuseen zu befreien und einem interessierten Publikum zu zeigen." Es gibt in Afrika erst wenige bildende Einzelkünstler. Umso interessanter ist es für die Galeristen aus Gauangelloch, die Entwicklung der afrikanischen Gegenwartskunst zu fördern. Deshalb präsentieren sie nicht nur die international namhaft — und entsprechend teuer — gewordenen Künstler, sondern immer wieder auch Arbeiten, die ab 300 Euro zu haben sind.
Text: Helmuth Bischoff